Christine Aschermann berichtet über einen Patienten, bei dem sich bei vorbestehender Chemikaliensensibilität eine ausgeprägte Elektrosensibilität entwickelt hat (umwelt·medizin·gesellschaft 2/2011). Beunruhigend vor allem: die ungewöhnlichen Hautreaktionen.

Bei der folgenden Fallschilderung stütze ich mich auf die persönlichen Gespräche mit Herrn Z. in meiner Praxis, auf den ausgefüllten Fragebogen zur Erfassung von Gesundheitsschäden durch hochfrequente elektromagnetische Felder von Dr. Waldmann-Selsam (WALDMANN-SELSAM 2006), auf das Sozialgerichtsgutachten von Prof. H. Konietzko, Institut für Sozial- und Arbeitsmedizin der Universität Mainz aus dem Jahre 1988, auf Befundberichte der behandelnden Ärzte, auf die auf einer CD gespeicherten Fotos und eine Aktennotiz der Firma, die Herr Z. mir überließ.

Symptomatik

Herr Z. (Name geändert), 55 Jahre alt, gelernter Feinmechaniker, zum Maschinenbautechniker umgeschult, stellte sich Anfang 2009 erstmalig in meiner Praxis vor. Er berichtet, an verschiedenen Symptomen zu leiden, die in Zusammenhang mit Funkbelastung stünden. Bei nebligem Wetter sei es besonders schlimm. Er bekomme z. B. eine Art Sonnenbrand in Gesicht- und Halsbereich, der einige Tage anhalte (siehe Abb. 1, nach einem Tag in Räumen der Universität). Sein Haus habe er an drei Seiten abgeschirmt mit Kupferdraht im Putz und mit Fliegengittern an den Fenstern. In seiner Firma würden DECT-Telefone und W-LAN verwendet. Dort sei es für ihn kaum noch zu ertragen […] >>>

 

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