Perspektiven

Strahlenschutz – national und international

In der neuen europäischen Publikation Giftfreies Europa (Hrsg. Hiltrud Breyer, Mai 2014) beschreibt Karl Richter die Stagnation im Strahlenschutz und plädiert für gesundheits- und umweltpolitischen Fortschritt. In seinem Beitrag Die Langzeitrisiken des Mobil- und Kommunikationsfunks betont er u.a., dass die geltenden Grenzwertregelungen sich lediglich auf Kurzzeitforschungen berufen können, während Langzeitrisiken außer Acht gelassen werden. Strahlenschutz – national wie international – habe sich unter erweiterten Perspektiven auf die damit verbundenen neuen Aufgaben einzustellen (Giftfreies Europa, S. 77-81, hier S. 77):

Sowohl die Langzeiterkenntnisse von Karl Hecht als auch die jüngeren von Lennart Hardell zeigen, wie weit mögliche Schädigungen durch elektromagnetische Felder von der Dauer der Einwirkung abhängen. Gerade der Zeitfaktor wird in den geltenden Grenzwerten aber nicht berücksichtigt. Und wenn die Aussparung des Langzeitrisikos etwa aus dem Deutschen Mobilfunk-Forschungsprogramm gern damit begründet wird, dass es noch zu früh war danach zu fragen, so wird damit auch eingestanden, dass sich bisherige Aussagen nur auf Erkenntnisse aus Kurzzeitforschungen beziehen. Alles zusammen macht deutlich: Langzeitrisiken stellen den Strahlenschutz vor neue Aufgaben. […] >>>

 

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