Erstmals sprachen in Deutschland Experten öffentlich über Langzeitwirkungen des Mobil-und Kommunikationsfunks (Würzburg, 5. April 2014). Die öffentliche Tagung wurde von der Kompetenzinitiative e.V. veranstaltet. Zahlreiche weitere Fachorganisationen unterstützen die Veranstaltung. Der Tagungsbericht informiert über den aktuellen Stand internationaler Erkenntnis und sich daraus ergebende gesellschaftspolitische Erfordernisse.

Langzeitrisiken als gesundheitspolitische Aufgabe

In seiner Einführung ‘Die Langzeitrisiken des Mobil- und Kommunikationsfunks als gesundheitspolitische Aufgabe’ begründete Prof. Dr. phil. Karl Richter (Saarbrücken), warum solche Langzeitwirkun-gen für den Strahlenschutz eine neue Herausforderung bedeuten. Die bisherigen Aussagen über mögliche Risiken basieren auf Kurzzeitforschungen, und in den Grenzwerten wird der Zeitfaktor nicht berücksichtigt. Die Tagung zeigte die Bedeutung dieses Zeitfaktors an Fragestellungen, für die er konstitutiv ist: z.B. als Latenzzeit bei der Entstehung von Krebs oder als Lebenserwartung für die Gruppe der Kinder. 

Die Erkenntnisse des schwedischen Forschers Prof. Dr. med. Lennart Hardell (Örebro, Schweden), die er in seinem Vortrag ‘Brain tumour risk associated with use of mobile and cordless phones’ vorstellte, hatten den Anstoß zu der Tagung gegeben. An einem breiten und zwei Jahrzehnte hindurch kontinuierlich fortgeschriebenen Datenmaterial zur Korrelation von Mobilfunkstrahlung und Gehirntumoren zeigen Hardells Forschungen sehr deutlich, dass Handystrahlung und Schnurlostelefone sowohl ein krebsauslösendes als auch ein das Krebswachstum beschleunigendes Potenzial besitzen […]  >>>

 

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