Prof. A. Lerchl überrascht die Öffentlichkeit:
Die vom Fraunhofer-Institut 2010 entdeckten Effekte auf Tumore der Leber und der Lunge wurden vollauf bestätigt

Prof. Alexander Lerchl von der privaten Jacobs University in Bremen ist für seine engagierten Versicherungen der Unbedenklichkeit des Mobilfunks und anderer Funktechniken bekannt. Unter anderem glaubte er mit zwei Beiträgen zum Deutschen Mobilfunk-Forschungsprogramm nachgewiesen zu haben, dass nichts für eine krebspromovierende Wirkung der Mobilfunkstrahlung spreche, seine Versuchstiere sich im Gegenteil unter der Wirkung der Strahlung besonders wohl gefühlt und gut entwickelt hätten. Als Mitglied des Ausschusses für nicht-ionisierende Strahlung der Strahlenschutzkommission (SSK), dann als Vorsitzender dieses Ausschusses, konnte Lerchl in den zurückliegenden Jahren maßgeblich dazu beitragen, seine Überzeugungen der Unbedenklichkeit auch zur Grundlage des deutschen Strahlenschutz zu machen.

Die beobachtbaren Widersprüche zum Stand internationaler Erkenntnis, aber auch zum satzungsgemäßen Auftrag an die SSK haben wir vor allem in unseren beiden Schriften Strahlenschutz im Widerspruch zur Wissenschaft und Was ist von Strahlenschutz-Auftrag geblieben? deutlich gemacht (Hefte 5 und 8 unserer Schriftenreihe Wirkungen des Mobil- und Kommunikationsfunks  >>>)

Vor dem Hintergrund seines bisherigen Wirkens musste es in der Tat überraschen, dass Prof. Lerchl nun in einer Wiederholungsstudie die vom Frauenhofer-Institut bereits 2010 an Mäusen nachgewiesene krebspromovierende Wirkung der Strahlung in vollem Umfang bestätigt. Nicht ganz so unerwartet in ersten Interviews immerhin seine Versicherung, dass auf ein Risiko für Menschen auch aus seinen neuen Erkenntnissen nicht zu schließen sei.

Ausgewählte erste Meldungen zur weiteren internationalen Diskussion:

Höhere Tumorraten durch elektromagnetische Felder, Krebs-Nachrichten, 9. März  >>>

Interview, taz, 9. März  >>>

Germany’s Alex Lerchl Does a U-Turn, Microwave News, 13. März  >>>

Das Unerwartete geschieht immer, Stellungnahme von Prof. Franz Adlkofer, Stiftung Pandora  >>>

Studie: Krebsfördernde Wirkung von UMTS-Strahlung unterhalb der GrenzwerteKommentar: Neue Aspekte zur Schädlichkeit von Mobilfunkstrahlung? - Isabel Wilke – Elektrosmog Report 21, Apr 2015 – Teil 1  >>>   Teil 2  >>>   Teil 3  >>>

 

 

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